Finalist-Portrait 2024: NanoCoat GmbH

NanoCoat GmbH – Pulverbeschichtung Nachhaltig und hochwertig

Klein gedacht, das haben Robert Gojani und Florian Chlupka nur ganz zu Beginn ihrer Gründung. 300 Quadratmeter, inklusive Büro, maß die erste Produktionsstätte, die die beiden Gründer sich für ihr Pulverbeschichtungsunternehmen NanoCoat ansahen.

Am Ende wurde es ein knapp 3000 Quadratmeter großes Grundstück mit einer Produktionsfläche von rund 1000 Quadratmeter – und Erweiterungsoption. „Es war die Entscheidung: Entweder machen wir es richtig oder gar nicht“, sagt Robert Gojani mit Blick auf den Gründungsprozess.

Beim Gründungspreis Westmünsterland 2024 punktete der Pulverbeschichter als Finalist.

 

Gründungspreis 2024, Portrait NanoCoat GmbH

Die Idee ein eigenes Pulverbeschichtungsunternehmen zu gründen, trugen die beiden Industriekaufleute aus Lüdinghausen schon Jahren mit sich herum. Beide waren im Vertrieb von Pulverlacken tätig und berieten die Kunden auch technisch. „Im Umkreis von 60 Kilometern gab es nur zwei Anbieter mit dem Qualitätsniveau, wie wir es uns vorstellten. Wir hatten die Nachfragelücke und damit die Chance für unser eigenes Unternehmen also immer vor Augen“, sagt Florian Chlupka.

Im Mai 2022 stand dann der Businessplan – und die Entscheidung, groß zu denken. „Wären wir klein gestartet, hätten wir uns nur über den Preis von der Konkurrenz abheben können. Das wollten wir nicht. Unsere Argumente sollten Qualität und Nachhaltigkeit sein – und das war genau richtig“, sagt Robert Gojani. Die zweite Entscheidung, die sich als goldrichtig erwies, war ein breiter Kundenmix von Anfang an. „Wir beschichten Bau- und Landmaschinen, Nutzfahrzeuge, Aluprofile, Outdoorprodukte, Küchen und arbeiten sogar für die Bundeswehr“, erklärt Gojani. „Dadurch sind wir immer gut aufgestellt. Läuft es in einer Branche schlecht, kompensiert es eine andere.“

„Das erste halbe Jahr war ein Herantasten – an Markt und Preise“

Mit einem Mitarbeiter und der Unterstützung ihrer Ehefrauen im Vertriebsinnendienst sind Robert Gojani und Florian Chlupka am 1. Februar 2023 gestartet. Knapp zweieinhalb Jahre später zählt NanoCoat 18 Mitarbeitende und 7 Aushilfskräfte. Der (planerische) Umsatz ist zwischen 2023 und 2025 jährlich um rund 50 Prozent gestiegen. „Das erste halbe Jahr war ein Herantasten – an Markt und Preise. Die Zeit war nötig, um in der Realität anzukommen, vor allem bei der Preisgestaltung und beim Aufwand für das Auf- und Abhängen der Teile, die beschichtet werden sollten. Wir haben außerdem das Thema der Verpackung völlig unterschätzt“, sagt Florian Chlupka.

Die Rohteile kommen nur grob verpackt, teils in Gitterboxen, bei NanoCoat an. Nach der Beschichtung müssen sie kratzfrei zurück zum Kunden und passen selten in Normpakete. „Das bedeutet einen hohen personellen Aufwand für uns“, sagt Gojani. Mittlerweile habe sich alles eingespielt. „Wir haben das Vertrauen unserer Kunden schnell gewonnen und haben die Ziele, die wir in unserem Businessplan formuliert haben, sogar übertroffen – allerdings mit deutlich mehr Arbeit als wir ursprünglich angenommen hatten.“

Verschiedene Erfolgsfaktoren

Zum Erfolg tragen laut den Gründern mehrere Faktoren bei: NanoCoat beschichtet Stahl, verzinkten Stahl, Aluminium und Edelstahl, arbeitet mit modernster Technik, bietet hohen Korrosionsschutz und legt einen besonderen Fokus auf Umweltverträglichkeit. „Ursprünglich wollten wir die Nachfolge in einem bestehenden Unternehmen antreten. Aber um 30 Jahre alte Anlagen zu modernisieren, hätten wir ähnlich viel investieren müssen wie für die Anschaffung neuer Maschinen. Und das Personal hätte umfassend geschult werden müssen. Deshalb haben wir uns für eine Neugründung entschieden“, erklärt Gojani. Eine Neugründung mit klarem Kurs auf weiteres Wachstum.

Logo Gründungspreis 2024

Eine Initiative von: